Der Paletot
Der Paletot
/ Palla / Paltock / Paletoque taucht über die Jahrhunderte immer
wieder in der Mode auf. Und jedes Mal ändert sich auch sein Äußeres und
auch ein bisschen seine Schreibweise.
Zuerst nur für den Mann bestimmt, erobert sich der Paletot
ab Ende des 19. Jahrhunderts auch das weibliche Geschlecht.
Im 14./15. Jahrhundert erscheint der Paletot mit dem Namen Paltock
in Form eines Wamsähnlichen Bekleidungsstückes, an welches Ärmel und Beinlinge
geschnürt waren.
Der Paltock wurde von den jungen Adligen getragen.
Im 15.Jh. trug man den Paletot als Paletoque über dem
Harnisch und zu Beginn des 16.Jh. den Paltrock, holl. Für Palastgewand
oder auch Palastrock. Erst ab 1836 konnte man einen Mantel namens
Paletot erwerben. Dieser Herrenmantel reichte bis zu den Oberschenkel,
war auf Taille geschnitten, besaß einen breiten Reverskragen und hatte
hinten Schoßfalten.
Der Zweireiher tauchte schon knapp 15 Jahre später
in weiteren Varianten auf: z.B. als Paletot-Cape, der nur Armschlitze
besaß und als Sack-Paletot, den ein gerader lockerer Schnitt auszeichnete.
Ab 1860 kam die knielange, antaillierte Paletot-Redingote
auf den Modemarkt.
Der heute
käufliche Paletot, als eleganter seriöser Tagesmantel, formte sich Ende
des 19.Jh. aus. Er ist aus wärmenden, leichten Wollstoffen gefertigt,
gern aus Kamelhaar. Ab 1875 kam davon auch eine weibliche Variante für
die Frauen auf den Markt. Andere Paletots wurden mit
Samtkragen und Samtärmelaufschlägen veredelt.
Im 20.Jh. erhielt eine weitere Variante den Schnitt eines Sakkos. Nicht zu letzt tauchte der Paletot noch in Form einer Krenoline mit Pelerine und Armschlitzen für Damen auf.
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