Kleider

kleider 1950erFast so lange es Frauen gibt, gibt es auch Kleider auf Erden. Neben dem Lederkleid, Samtkleid, Jeanskleid, Seidenkleid, Leinenkleid, Chiffonkleid und dem Musslinkleid, die hauptsächlich auf das aus ihnen gefertigte Material verweisen, gibt es jede Menge anderer spannender Kleiderarten, die hier in Kürze vorgestellt werden sollen.

Das Abendkleid / Ballkleid / Soireekleid / Galakleid ist die Königin unter den Kleidern und wurde erst Anfang des 20. Jahrhundert in Europa richtig eingeführt. Wie der Name Abendkleid schon impliziert, wurde es für abendliche Veranstaltungen mit festlichem Charakter, z.B. bei Bällen, getragen. Die Länge des Kleides änderte sich von Zeit zu Zeit. Jedoch war es immer etwas pompöser ausgestattet.

Das Alltagskleid fiel je nach Epoche und Standesangehörigkeit unterschiedlich aus. Gelegentlich, je nach sozialer Schicht, wurde das Alltagskleid hauptsächlich zur Arbeit getragen.

Das Amazonenkleid / Reiterkleid feierte sein Coming out im 18.Jh., als das Reiten für die Damen edlen Geblüts zum Freizeitvergnügen wurde. Der Stil des Kleides war nicht konkret festgelegt, jedoch bevorzugte man gedämpfte Farben, allenfalls noch Rottöne. Das Wichtige an dieser Kleidung war, dass sie beguem blieb und die Reiterin nicht behinderte.

Brautkleid/Hochzeitskleid Die meisten Brautkleider liegen am Oberkörper eng an, oftmals auch in Form einer Corsage, umschmeicheln die Hüften und fließen dann in viel Stoff herab bis auf den Boden. Das Material ist edel, manchmal glänzend. Das Hochzeitskleid wird gerne mit Spitzen und Volants, sowie Tüll veredelt um der Besonderheit des Tages sein gewisses Etwas zu verleihen.
Beliebt ist es in den Farben weiß, auch creme und rosé. Natürlich gibt es auch beim Brautkleid verrückte Ausnahmen, je nach Lifestyle der Trägerin.

Das Carmenkleid / Flamencokleid ist ein traditionelles, schulterfreies Tanzkleid aus Südspanien...

Das Charlestonkleid / Tanzkleid gibt es seit 1926 und wurde nach dem US-amerikanischen Modetanz benannt, bei dem es auch häufig getragen wurde. Es ist knielang und taillenlos und im Stil eigentlich ein Hängerkleidchen.

Chasuble: Ursprünglich war ein Chasuble ein ärmelloser bis zu den Knien reichender Überwurf, der an den Seiten offen war und nur mit Hilfe von Bändern zusammengehalten wurde. In der liturgischen Bekleidung wird er aus zwei Halbreisen geschnitten, die nur an den Schultern zusammengenäht sind. So fällt der Stoff lose über die Ärmel.
Der Begriff wird aber heutzutage auch für an der Seite geschlossene Überwürfe benutzt und selbst im Sportbereich findet man Chasubles wieder in Form von ärmellosen Überziehern, um z.B. die Mannschaften unterscheiden zu können.

Das Chemisekleid / Empirekleid kam 1788 in Mode. Die war sehr weit oben angesetzt, quasi unter dem Busen. Das wurde noch mit einem Taillen- bzw. Brustband mit oder ohne floralen Ornamente besonders betont. Auch am Hals wurde es hinten mit einem Band geschlossen. Manchmal wurde es auch ähnlich einem Wickelkleid an der Seite geschlossen. Das Chemisekleid hat glatte kurze Ärmel und war fast immer in weißer Farbe gehalten

Cocktailkleid / das kleine Kurze - das Cocktailkleid ist ein oft trägerloses, festliches Kleid aus der Zeit von 1950, was auch noch heute seine Bedeutung hat. Es ist nicht länger als bis zur Wade und umschmeichelt den Körper der Frau fließend.

Das Corsagenkleid ist enganliegend und schulterfrei, wobei das Oberteil mit Stäbchen gestützt wird. Es kann auch manchmal schmale Träger haben. Die Rockform fällt sehr unterschiedlich aus.

Das Dinnerkleid wird zu offiziellen Essen angezogen und sollte in der Farbe schwarz sein. Es ist sehr seriös und elegant und hat entweder lange oder ¾ lange Ärmel. Meistens werden edle glänzende Materialien zur Fertigung verwendet.

Das Etui-Kleid / Futteralkleid / Fourreau wurde ab ca. 1918 getragen. Es schmiegt sich angenehm an den Körper, ohne ihn einzuengen und ist aus einem Stück geschnitten. Es fällt gerade und hat keine Taille im Schnitt. Das kennzeichnendste ist wohl der eckige waagerechte, seltener auch der ovale Halsausschnitt. Das Etuikleid hat entweder kurze Ärmel oder breitere Träger, die nicht separat sind.

Folklorekleider zeichnen sich durch eine bequeme Weite am Oberteil, am Rock und den Ärmel aus. Es kann mir Rüschen, Stickereien und Volants verschönert sein. Manchmal hat es einen eingearbeiteten Latz, sowie ein Miedergürtel zum Hervorheben der Taille.

Der Fustanella ist ein kurzes, hellweisses Kleid mit steifem Faltenrock, der bis zu den Knien reicht. Es handelt sich um ein Folklorekleid aus Griechenalnd/Albanien ...

Das Hängerkleid / Sackkleid / Hänger fällt lose und schwingt am Saum aus.

Das Hauskleid / Robe de chambre besitzt einen weiten Schnitt, fällt weich und hat 3/4lange Ärmel. Vorne ist es meistens geöffnet und wird mit einem Taillenband zusammengehalten.

Das Hemdblusenkleid ist gekennzeichnet durch eine lockere Schnittform. Es ist mit Manschettenärmel und einem Hemdkragen ausgestattet. Zumindest das Oberteil wird geknöpft oder auch durchgehend. Außerdem wird das Hemdblusenkleid gegürtet getragen, wobei der Gürtel fast immer Bestandteil des Kleides ist.

Das Kittelkleid war um 1917/18 modern. Es war lose aus Baumwolltrikotstoff geschnitten, hatte seinen Rockansatz kurz über der Taille, der meist von einem Gürtel verdeckt wurde.

Kommunionskleider erinnern vielfach an ein Hochzeitskleid. Auf jeden Fall ist das Kommunionskleid für das Mädchen in der Farbe der Unschuld: weiß und aus festlichen Stoffen. Auch hier verleihen Tüllstoffe, Spitzen und Rüschen dem Kleid einen eleganten Reiz.

Das Mantelkleid / Jackenkleid ist aus festem Material gefertigt, wird durchgeknöpft und meist mit einem Gürtel verschlossen.

Das Minikleid So sagt man, hat Designerin Mary Quant in den 1960er publik gemacht. Unter einem Minikleid versteht man jedes Kleid, dessen Rocksaum mind. 10 cm über den Knien endet.

Das Paillettenkleid ist ein Kleid mit aufgesetzten Pailletten. Pailletten sind flirrende runde Metall- oder Kunststoffplättchen, die in der Mitte ein Loch zum annähen haben.

Der Petticoat / Wipprock benennt sich nach seinem Rock, bzw. seinem Unterrock, der meist etwas versteift daher kommt und häufig mit Volants ausgefüllt ist. Das lässt ihn weit abstehen. Der obere Teil des Petticoatkleides ist ein Korsettoberteil, meist ohne Träger. Erstmal machte sich dieses Kleid in den 1950ern einen Namen und erfuhr einen Revival in den 1980ern.

prinzesskleider 1950erDas Prinzesskleid wurde 1864 erfunden, verschwindet und kommt immer mal wieder in Mode. Durch seine Längsteilungsnähte werden der Oberkörper und die Taille geformt. Der Rock schwingt dann aus. Teilweise wurde das Prinzesskleid durchgeknöpft.

Das Reformkleid / Teekleid war sehr kurzlebig und wurde nur zwischen 1898 und1910 getragen. Wobei man sagen muss, dass das Teekleid in seinem Schnitt das eigentliche Vorbild für das Reformkleid war. Das wesentlich leichtere Kleid, als bis dato übliche, hängt lose herab und ist mit weiten Ärmeln versehen.
Es ist so konzipiert, dass es ohne Korsett getragen werden kann und sollte. Eben diesem Umstand hat das Reformkleid auch seinen Namen zu verdanken. Es entstand nämlich aus einer gegen die einschnürenden Korsetts und anderen beengenden und unbequemen Kleidungsstücke der Frauen protestierenden Bewegung, die sich für gesundheitsbewusste Mode einsetzte.

Robe ronde: Hierbei handelt es sich um ein rundum geschlossenes Kleid des 18.Jh.s.

Das Shiftkleid kommt ursprünglich aus dem 16./17.Jh., ist hemdartig, gerade geschnitten, besitzt als keine Taille. Es wird meist aus Leinenstoff gefertigt, wobei das Rücken- und Vorderteil sowie die Ärmel angekraust sind.

Das Sommerkleid ist aus leichten, dünnen Materialien und tauchte zum ersten mal um 1925 in der Mode auf. Zu der damaligen Zeit war das Sommerkleid am Oberkörper enger und wurde dann an den Hüften sehr weit. Heutzutage hat das Sommerkleid viele Formen, ist aber in jedem Fall ein luftiges Kleidungsstück. Es kommt mit und ohne Ärmel daher, ist oft geblümt und in bunten fröhlichen Farben gehalten.

Das Stilkleid wurde 1913 von der französischen Designerin Lanvin in die Damenmode eingeführt und war in den 1920ern der Hit der femininen Damen. Das Oberteil ist nur leicht auf Taille geschnitten an das ein glockiger Rock angesetzt ist. Die Ärmel fallen etwas weiter. Durch einen optischen Faltentrick erhält man das Bild eines Gürtels.

Das Strandkleid ist oft nicht länger als ein Minikleid und wird gerne am Strand getragen. Manchmal scheint es nicht mehr als ein verlängerte T-Shirt oder Top zu sein. In den 1970ern waren Strandkleider aus Frottee beliebt. Sie sind farbenfroh und vermitteln Sommerlaune. Das Strandkleid lässt sich schnell und einfach über die Badekleidung anziehen. Sie haben Träger oder einen Neckholder oder einfach Ärmel.

Strickkleid / Häkelkleid: Strick- und Häkelkleider gibt es schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts. Für Sommer und Winter, in unterschiedlichsten Ausführungen

Tageskleider / Promenadenkleider sind gewöhnliche, meist nicht allzu auffällige Kleider, die tagsüber von den Frauen getragen wurden. Da die Frauen am Tage auch gerne spazieren gingen, hieß es auch Promenadenkleid.

Beim Torsokleid setzt ein in Falten gelegtes Rockteil an ein verlängertes Oberteil an.

Das Trägerkleid / die Kalasiris war bereits in der altägyptischen Mode bekannt. Das knöchellange, ärmellose, kurz bis unter die Brust reichende Kleid wird von zwei Achselbändern gehalten. Es liegt eng an und ist aus sehr dünnem Leinenstoff gefertigt.

Uniformkleider ähneln im Schnitt den Hemdblusenkleider, sind aber noch mit den entsprechenden Uniformausstattungen wie Litzen, Kordeln und dergleichen mehr versehen. Sie haben einen Kragen und zwei aufgesetzte Brusttaschen.

Das Wickelkleid wird entweder nur am Oberteil gewickelt oder aber der ganzen Länge nach. Wickelkleider sind aus anschmiegsamen Materialien gefertigt und betonen die weibliche Körperform.

Das Zeltkleid benennt sich nach seiner Form und ist sehr weit, meistens knielang.